LINE. Be `tween. – LINIE. Sei dazwischen. | Tobias Gossow und Philipp Renda | 24.10 – 03.11.2017

LINE. Be `tween. – LINIE. Sei dazwischen.
Tobias Gossow und Philipp Renda
Eröffnung: Dienstag, 24. Oktober 2017, 18 Uhr
Ausstellung: 25.10. – 03.11.2017
Öffnungszeiten: MI – FR 17:00 – 20:00 Uhr
artunited curated by Anselm Pavlik

Unendlich dünn, unendlich lang. Als Kurve und Gerade in der Mathematik, Begrenzung und Netzwerk auf Plänen, Kontur und Silhouette von Gebäuden und Personen, Buchstaben eines Buches und endlose Zahlenreihen einer Tabelle. Diffuse Gedanken und ungeordnete Ideen bündeln, beschreiben und projizieren. Als geschriebenen Sprache, als Illustration. Ein Werkzeug der Dokumentation, Erinnerung und Transzendenz. Ein Transportmittel in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart. Die Linie ist allgegenwärtig und ein basales Werkzeuge zur Reduktion und Beschreibung unserer komplexen Welt.

Als zentrales Gestaltungswerkzeug und Arbeitsthematik spiegelt sich die Linie in den Werken von Tobias Gossow und Phillip Renda wieder.

Malerei

Philipp Renda

Kurator und Texte: Anselm Pavlik

Artunited @ Parallel Vienna 2017 | Antonella Anselmo – Wolfgang Pavlik | 19.09 – 24.09.2017

Artunited is happy to announce the participation at the
PARALLEL VIENNA 2017 contemporary art exhibition.

The exhibiting artists are Antonella Anselmo and Wolfgang Pavlik.

19. – 24. September 2017

Alte Sigmund Freud Universität
Schnirchgasse 9a | 8th Floor | Room 805, 1030 Vienna

press
„Zimmer mit Aussicht“
Antonella Anselmo Wolfgang Pavlik

Unter dem Titel „Zimmer mit Aussicht“ zeigen die beiden Künstler in Raum 805 eine Ausstellung in der ihre unterschiedlichen Positionen verschmelzen. Ihr Beitrag zur PARALLEL VIENNA 2017 erzählt von dem Außenwelt aus dem Zimmer betrachtet; Pavlik arbeitet mit der Entsagung des Blickes; Anselmo spielt mit der Neugier der Beobachterin jenseits der Fenster. Der zentrale Punkt ihres Beitrags ist das Fenster im Raum, das zur Rauminstallation im Sinne des Satzes von Blaise Pascal präsentiert wird: „Das ganze Unglück der Menschen rührt aus einem einzigen Umstand her, nämlich, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“
Wien, September 2017

http://www.antonellaanselmo.com
http://wolfgangpavlik.yolasite.com

artunited
Glasergasse 4a
1090 Wien
http://www.artunited.at

PARALLEL VIENNA 2017 Booklet
PARALLEL VIENNA 2017 Program

Farbkörper – Colorbody | Anna Steinhäusler

Anna Steinhäusler | FARBKÖRPER – COLORBODY

Eröffnung: Mittwoch, 31. Mai 2017, 19:00 Uhr
Ausstellung: 01.06. – 09.06.2017
Öffnungszeiten: MI – FR 17:00 – 20:00 Uhr
artunited curated by Anselm Pavlik

Im Erkennen eigener und fremder Anteile liegt das Potential der Veränderung. Ist einem die Vernetzung des Individuums und der Gesellschaft bewusst, kann die persönliche Veränderung die Erneuerung und das Umdenken innerhalb einer Gesellschaft mit enthalten.
In den Medien Keramik und Malerei schafft Anna Steinhäusler Collagen der Innen- und Außenwelt. Die gezeigten, menschlichen Körper stehen in Verbindung und tragen Abfärbungen des Umfeldes auf ihrer Oberfläche.
Ein Farbton entfaltet seine Wirkung mit den ihn umgebenden Farben. Durch ihr Verhalten zueinander bestimmen sie das Kräftespiel innerhalb einer Komposition: Sie ziehen sich an und stoßen sich ab. Sie verhalten sich einnehmend oder dezent und gehen Kontraste ein. Im Dialog können Farben nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Sie agieren innerhalb eines Netzes. Ein Rot neben einem Blau wirkt anders als ein Rot neben einem Gelb.
Die Interaktion zwischen Farben gleicht der Prägung eines Menschen innerhalb eines sozialen Umfeldes. Äußere Einflüsse gestalten Denkmuster, die als Handlungen real werden. Jede Erfahrung und jeder Dialog  wird als Verkörperung weitergetragen und in ein Denkmodell eingebaut.
Die in Körper und Geist hinterlassenen Spuren funktionieren wie Filter, mit denen wir die Welt sehen. Nicht wie sie ist, sondern wie wir sie erfahren haben. Wir betrachten durch Erinnerungsbrillen.

Text: Anna Steinhäusler

Bild: Anna Steinhäusler – Exchange, 2017, Two kinds of Stoneware, 19 x 22 x 16 cm.

Grauer Ozean – A concrete ocean | Benjamin Nachtigall

Benjamin Nachtigall | Grauer Ozean – A concrete ocean

Eröffnung: Mittwoch, 15. März 2017, 19:00 Uhr
Ausstellung: 16. März – 30. März 2017
Öffnungszeiten: Mi – Fr, 17:00 – 20:00
artunited curated by Anselm Pavlik

Alles beginnt mit einem schemenhaften Bild, einer Szene oder einer Figur. Benjamin Nachtigall füllt damit leere Räume und schmale Lücken einer Stadt, eines Innenhofes und einer Wohnung. Erscheinungen werden zu Protagonisten seiner Zeichnungen und Skulpturen. In Stimmung eines Tagtraums verschneidet er urbanes mit natürlichem und schafft so surreale Szenographien. Skulptur und Zeichnung stehen bei Nachtigall in Symbiose und speisen einander. So erschafft er eine persönliche Dramaturgie und Geschichten. Seine Vorstellung, die selbe Stimmung immer wieder zu replizieren, fordert aufs neue und stimuliert eigene Interpretationsräume zu finden und zu öffnen. „…sondern diese Vorstellung möglichst in der selben Stimmung neu zu formen und damit Fragen aufzuwerfen, um die Betrachtenden herauszufordern und neue Spuren zur Interpretation zu hinterlassen.“ (Benjamin Nachtigall)
Text: Anselm Pavlik

artunited curated by Anselm Pavlik

Antonella Anselmo & Wolfgang Pavlik | 19.11.2016 | Vienna Art Week 2016 – Open Studio Days

„filling a space in a beautiful way“
… Schönheit kann auch ein Diktat sein, einem geistigen Kolonialismus dienen. Daher wurde sie von vielen Diktaturen missbraucht.
Aus: „Was ist Schönheit? Anmerkungen über Ästhetik und Augenblick“ von Karl Brunner

Vienna Art Week 2016 – Open Studio Days
Antonella Anselmo & Wolfgang Pavlik
Samstag, 19.11.2016 | 13:00 – 18:00 Uhr

Antonella Anselmo
1957 in Palermo geboren. Lebt und arbeitet in Wien.
In ihren Leinwänden, Papierarbeiten und in den gestalteten Büchern macht sie etwas sichtbar, das uns im Alltag verborgen bleibt. In dem Geflecht aus Assoziationen, dem Zusammenspiel von Erinnerungen und Visionen, sowie in den Überlagerungen von Schichten, und Farblasuren kommt „Das universelle Gewebe dieser Welt” zum Vorschein.
Die Träume besetzen die Leere im Schlaf, doch an den wachen Nachmittagen suche ich nach einer Sprache für das Nichts und finde sie in Bildern, in denen die Leere für ein ganzes Leben steht. Für das ganze Leben. Bist du bereit, das zu ertragen?
(Peter Zimmermann)

Wolfgang Pavlik
born 1956 in Vienna, lives and works in Vienna and Palermo .
Restraint and denial are instruments of my aesthetics, they are essential for the kind of painting I have been pursuing for years. All my attention is dedicated to the self-restraint of a formal order of composition, and to achieving impact by withdrawing colours from the spectrum. What captures me are the fragments, the extracts of life and everything else that moves therein. I refer to those elements which, at first impression, appear incoherent. It’s not what one sees in the spur of the moment, but rather what remains concealed that creates mystery and magic. As a result, what remains is a restricted view, a selection of pre-existing inner images and
their layout.
In our, times, the human is increasingly faceless, but in my paintings becomes visible again through the absence of a distinctive face. Time and time again, I find myself surprised realising how much I love in a painting those things one cannot really see.
(text: Personal Structures „You don’t know me“, catalogue Venice 2015)

Je vous vois – Ich sehe Sie | Jean Pierre Cueto

Je vous vois – Ich sehe Sie | Jean Pierre Cueto

Soundtrack: Anselm Pavlik

Eröffnung: Mittwoch, 02. November 2016, 19:00 Uhr
Ausstellung: 03. November – 11. November 2016

Jean Pierre Cueto setzt in Szene; Er führt Regie und erzählt Geschichten. In seinen Rauminstallationen verknüpft Cueto Szenen aus Film und Alltag und vereint die Genres Mystery und Thriller mit dem realen Verlust der Privatsphäre in Ballungszentren. Das Verschmelzen vom ungewollten und gewollten Beobachten oder Beobachtet werden generiert hier Narrationen, die sich in den Szenografien manifestieren.
Die Installation erweitert nicht nur den Raum sondern verändert auch dessen Perspektiven und erzeugt dadurch einen illusionistischen Charakter der sich an die Tromp l`oœuil Malerei lehnt. Die von Cueto entwickelte Rauminstallation wird durch einen Soundtrack von Anselm Pavlik erweitert.

„Jean Pierre Cueto knüpft für seine Versuche die performative Qualität der Malerei zu betonen an diese Tradition an und zeigt zugleich die Unabhängigkeit des Täuschungsrealismus von der Foto-oder Urteilsrealität, wie sie von ästhetischen Konventionen und Gewohnheiten konstituiert wird. Cueto setzt seine Bilder als mögliche Agenten einer Inszenierung ein. Seine Malerei ist nicht in erster Linie eine Beschäftigung mit inhärenten Kompositionsprinzipien. Vielmehr bespielen sie den Raum ihrer Installation. Sie verweisen in ihrer eigenen immersiven Räumlichkeit auf den Raum als Bedingung der künstlerischen Inszenierung.“
(Text: Michael Brunner)

Kurator: Anselm Pavlik

Jean Pierre Cueto

Artunited at Parallel 2016 | 21. – 25.09 2016 | Trāmae

Artunited at the PARALLEL VIENNA 2016
Room 2.27 / 2nd Floor / Section Project Statements

21. – 25. September 2016
Alte Post, Dominikanerbastei 11, 1010 Vienna

„Trāmae“

Life. Interlacing actions, memories and feelings. Stories and events entangled in past, present and future.
In the close-up, a structure is just a suspenseful complex of elements seemingly unrelated and tempting us to look inside.
As human beings we tend to anatomize, examine and deconstruct to understand the complexity of things and ourselves and to control them. The need to pull the strings, to array and to structure lies in our nature.
Only by observing from a distance we can comprehend the sense of the combination, the intersection and the fusion of elements. Through taking a step back we can understand the merge and the relation.
Antonella Anselmo, Julian Palacz, Simona Reisch, Wolfgang Pavlik and Anselm Pavlik set each through a personal system, links and entanglement in the focus of their work. All five artist weave a fabric, thus forming their own Trāma(e)…

Antonella Anselmo
Julian Palacz
Anselm Pavlik
Wolfgang Pavlik
Simona Reisch

Artunited Project Statement PARALLEL VIENNA 2016
PARALLEL VIENNA 2016
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SYNKOPE | Matthias Buch

Opening: Dienstag, 14. Juni 2016, 19:00 Uhr
Exhibition: 15.06 – 29.06.2016

Im musikalischen Sinne ist die Synkope ein kontrollierbares und bewusst einsetzbares Werkzeug zur rhythmischen Gestaltung eines Werkes. In der medizinischen Terminologie ist der Ausdruck jedoch mit dem Zustand der Ohnmacht und Bewusstlosigkeit verknüpft.
Die Synkope spannt hiermit einen Bogen scheinbarer Widersprüche, die in den Werken von Matthias Buch wirksam sind und die reziproke Abhängigkeit von Aktion und Reflexion zu einem Stilmittel verschmelzen lassen. Die Ohnmacht ist hier weniger die Überforderung in Anbetracht einer zu bewältigenden Aufgabe als vielmehr der Kontrollverlust, wobei ein selbstlaufendes Instrument ins Spiel kommt. Fremdheit und Dislokation kommen hierbei zum Vorschein und können sich dadurch niederschlagen, Orte und Landschaften bilden, welche dem ansonsten Verborgenen geschuldet sind.
Kurator: Anselm Pavlik

Julian Palacz | 11.05 – 25.05.2016 | SINES & PRIMES | artunited

Die von Julian Palacz entwickelten Algorithmen sind Gegenüberstellungen von Primzahlenreihen mit der Sinus-Winkelfunktion. Die Konfrontation von chaotischer Dezimalentwicklung und harmonischer Schwingung ergeben Pigmentdrucke und Paneel-Skulpturen.
Kurator: Anselm Pavlik

Eröffnung: 10 Mai 2016, 19:00 Uhr
Ausstellung: 11.05 – 25.05.2016