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„Es sind die Vergleichsräume, in denen eine andere Neutralität, eine andere Homogenität herrschen – eine Neutralität und eine Homogenität der Unsterblichkeit. In Archiven werden Dinge gesammelt, zu denen man sich bekennt, von denen man meint: Diese Dinge sollen nicht vergehen, sie sollen dauern, sie sollen vor dem Tod gerettet werden, sie dürfen das Schicksal aller Dinge nicht teilen. Dadurch entsteht erst die Möglichkeit, diese Dinge miteinander zu vergleichen, denn vergängliche Dinge kann man nicht miteinander vergleichen. Wichtig ist allein die Entscheidung – die auch eine durchaus persönliche Entscheidung sein kann – zugunsten der Unsterblichkeit bestimmter Dinge, Gefühle, Attitüden. Eine solche Entscheidung öffnet zuallererst den Horizont dessen, was wir Kultur nennen. “

aus vier Gesprächen Boris Groys mit Thomas Knöfel
„Politik der Unsterblichkeit“ im Hanser Verlag (München 2002

HALLDOR ASGEIRSSON
AD REINHARDT
KIKI SMITH
ED TEMPLETON
FRANZ WEST
U.A.

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Kurator: Peter Aufreiter
27.02.07 – 31.03.07